Waldorf-Heilpädagogik

Im Jahr 1924 hielt Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorfpädagogik, einen Kurs über die pädagogische und therapeutische Betreuung von seelenpflegebedürftigen Kindern. Aus den praktischen Anfängen auf der Schulungsgrundlage dieses Kurses entstand die Steiner´sche heilpädagogische Bewegung, die sich später über die ganze Welt verbreitete.

Speziell geschulte Heilpädagogen wirken zusammen mit Ärzten und Eurythmisten an der Heilung des behinderten und seelenpflegebedürftigen Menschen, bei Schwerstgeschädigten zumindest an einer Linderung und Pflege. Es handelt sich um ein physisches wie seelisches und geistiges Mitgestalten an der Gesundheit des Patienten mit Hilfe künstlerischer und physikalischer Behandlungsarten wie Heileurythmie, Sprachgestaltung, Farb- und Maltherapie, Plastizieren, Massage etc. Fortschritte werden oftmals auch in Fällen erreicht, wo die herkömmliche Medizin ein solches Resultat für ausgeschlossen hält.

Ausgegangen wird von der Dreigliederung des Menschen in Körper, Seele und Geist. Durch den Körper offenbaren sich dem Menschen die Dinge seiner Umwelt, mit der Seele verbindet er die Dinge mit seinem eigenen Dasein, durch seinen Geist offenbart sich ihm eine Welt, die über die beiden anderen erhaben ist. Dieses umfassende Menschenbild schafft die Grundlage für die unterschiedlichen pädagogischen Maßnahmen.

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